Ich wohne im Stadtteil Beyoğlu in einer kleinen Seitengasse, die von der berühmten Istiklal Strasse abgeht. Vom unglaublichen Trubel und Treiben dieser ehemaligen Prachtmeile durch einen Häuserblock geschützt, liegt mein Apartment im 2. Stock des insgesamt 6-stöckigen Residenzgebäudes in der Baş Ağa Strasse. Unter mir im Erdgeschoss befindet sich das Cafe Cantina, was morgens wenn ich aufstehe bereits  und nachts wenn ich schlafen gehe  noch geöffnet ist. Ein Markenzeichen ist, dass sie von früh morgens an ausschließlich Oldies (Rock- und Poplegenden meiner Jugend) spielen. Das ist ja ganz schön – die Alternative könnte ja ein ständig treibender dumpfer Beat oder fortwährender türkischer Pop sein. Wenn aber wie heute seit ca 4 h Cat Stevens läuft und gerade die 4. Version (sie spielen tatsächlich keinen Titel in der selben Aufnahme mehrfach) von Father and Son und jetzt während ich das schreibe läuft schon wieder Lady D’Arbanville (diesmal live!), ist auch mein Bedürfnis nach „zurück in die Jugend“ endgültig gestillt. Übrigens laufen auch andere Größen, die nicht zum Islam konvertiert sind (C.T. heisst seitdem ja Yusuf), bis zum Abwinken.

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Morgen gibt es diese Kopfhörer, die einem die Geräusche von aussen wegnehmen sollen.

Auf zum Mediamarkt!